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Amazon Partnerprogramm

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Zur Integration in die eigene Website bieten verschiedene Unternehmen eigene Templates an, z.B. Banner als Werbefläche oder Artikeldaten als Kaufanregung. In diesem Artikel werden Templates von Amazon vorgestellt und hinsichtlich ihrer Validität untersucht.
Stand 01.07.2008

Inhaltsübersicht:

  1. Integration externer Templates am Beispiel Amazon
  2. Quellcode-Analyse des Amazon-Template
  3. Vorschläge zur Validierung

Integration externer Templates am Beispiel Amazon

Das Amazon.de PartnerNet ermöglicht es, nach der Registrierung über ein Online-Anmeldeformular Amazon.de-Produkte auf der eigenen Website zu bewerben. Preise, Produktinformationen und Abbildungen kommen direkt vom Amazon-Server. Die im Online-Portal erstellten und speziell formatierten Verweise zu Amazon.de müssen nach erfolgreicher Konfiguration und Erstellung in die eigene Website integriert werden. Amazon.de erfasst dann alle Verkäufe, die über die Verweise generiert werden und vergütet diese mit bis zu 10% Werbekostenerstattung auf den Netto-Umsatz eines Quartals.

Über den Navigationspunkt "Linkgenerator" können verschiedene Template-Varianten erstellt werden: Einzeltitellinks (Verweise auf bestimmte Produkte), empfohlene Produktlinks (dynamisch aktualisierte Produktangebote mittels Stichwörtern oder Produktkategorien), Banner-Links (Werbung für bestimmte Aktionen), Text-Links (Verweise zu beliebigen Bestseller-Listen, Produkt- und Suchergebnisseiten) und Suchfeld-Links (Amazon-Suchfeld auf der eigenen Website).

Zur Veranschaulichung der Funktionalität Einzeltitellink wurde ein solcher für das Buch "Barrierefreies Webdesign. Attraktive Websites zugänglich gestalten" von Angie Radtke und Michael Charlier (Addison-Wesley Verlag, München, 1. Auflage 2006, ISBN 3827323797) erstellt (siehe nachfolgende Grafik) und auf Validität sowie barrierefreie Gestaltung untersucht.

Bildschirmfotos des Partnerprogramms, Stand 27.03.2007

Bildbeschreibung "Bildschirmfotos des Partnerprogramms, Stand 27.03.2007": Bildschirmfotos der Benutzeroberflächen.

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Quellcode-Analyse des Amazon-Template

Der im Amazon.de PartnerNet generierte HTML-Code für den Einzeltitellink enthält einen Verweis auf eine individuell erstellte XHTML-Webseite (Beispiel in eigene Datei ausgelagert: Beispiel-Quelltext Einzeltitellink).

Probleme und Ursachen

Eine Analyse dieses XHTML-Dokumentes zeigt, dass der Quelltext nicht valide ist (siehe Validierung der Technologien). Probleme und deren Ursache sind:

Fehlendes <title>-Element

Das <title>-Element ist für ein valides Dokument zwingend erforderlich.

Fehlende Sprachidentifikation

Um sicherzustellen, dass Besucher die Webseiten in der bevorzugten Sprache erhalten, ist die Hauptsprache jedes Dokuments anzugeben, z.B. <html lang="de">.

Unmaskiertes &

& ist in HTML ein reserviertes Zeichen, mit dem HTML-Zeichen wie z.B. &nbsp; beginnen. Das Zeichen & wird jedoch auch in Verweisen genutzt, um Parameter zu übergeben. In einem <a>-Element sollte & deshalb "maskiert" und als &amp; geschrieben werden.

Unerwünschtes Öffnen neuer Fenster

Das Öffnen neuer Browser-Fenster (als Pop-Up bzw. über das target-Attribut in Ankerelementen) ist zu vermeiden, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

<input>-Element nicht geschlossen

In XHTML müssen alle Elemente, auch sog. leere Elemente wie <img>, <br>, <input> geschlossen werden.

Fehlendes alt-Attribut

Dem <img>-Element fehlt das zwingend erforderliche alt-Attribut zur Bildbeschreibung.

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Vorschläge zur Validierung

Zur Beseitigung der Mängel werden &-Zeichen maskiert und als &amp; geschrieben. Das "leere" <input>-Element mit dem Namen adid wird durch einen Schrägstrich (<input [...] />) entsprechend den Regeln von XHTML geschlossen. Im Dokumentenkopf wird das <title>-Element ergänzt. Dem <img>-Element wird ein alt-Attribut mit gültigem Wert hinzugefügt. Insgesamt sind dadurch 21 Korrekturen angefallen. Die Datei ist nach diesen Korrekturen ein valides XHTML 1.0 Transitional-Dokument. Der Dokumententyp transitional war jedoch ursprünglich nur als Übergangslösung gedacht. Statt dessen sollte der Dokumententyp strict verwendet werden (siehe XHTML 1.0 Strict). Resultierend aus der Dokumententypänderung ergeben sich neue Anforderungen: das Festlegen der Hauptsprache im <html>-Element über die Attribute xml:lang="de" lang="de" und das Entfernen von Attributen wie target="_blank", die ein Verweisziel in einem neuen Browser-Fenster öffnen. Verweise, die ein neues Fenster öffnen, können bei Menschen mit geistigen oder visuellen Einschränkungen zu Orientierungsproblemen führen. Aus Sicht der Barrierefreiheit sind weitere Anpassungen erforderlich. Die erzeugten Formatzuweisungen sind sowohl im Dokumentenkopf über das <style>-Element als auch im Dokumentenkörper in verschiedenen Elementen über das style-Attribut hinterlegt. Bei automatisch generierten Inhalten können dadurch Zugänglichkeit-Probleme auftreten, wenn Style Sheets abgeschaltet oder benutzerdefinierte Formatzuweisungen angewandt werden. Manuell ist zu prüfen, ob bspw. bei der Angabe einer Vordergrundfarbe auch eine entsprechende Hintergrundfarbe hinterlegt wurde.

Wie die Analyse des Amazon-Einzeltitellinks gezeigt hat, besteht bei den generierten Template-Varianten Verbesserungspotential. Empfehlenswert wäre die Auslagerung der gesamten Formatzuweisungen zur Integration in eine eigene CSS-Datei. Diese würden bspw. zusätzlich die Formatierung der Verweise in dem eigenen, der CI entsprechenden Aussehen ermöglichen. Auch die jetzige Lösung, in der nur ein Frame-Container als Quellcode zur Verfügung gestellt wird, entspricht nicht den Kriterien der Barrierefreiheit (siehe Frames und Container). Die vorgestellte XHTML-Datei, die nur über den im <iframe>-Container hinterlegten URL aufgerufen werden kann, sollte statt dessen als <div>-Container zur Integration in die eigene Website zur Verfügung gestellt werden.

Momentan liegen sämtliche Informationen auf dem Amazon-Server. Das ermöglicht eine automatisierte und stetige Aktualisierung der Inhalte. Eine Umsetzung wie vorangehend beschrieben hätte den Vorteil, dass die Inhalte Bestandteil der eigenen Website wären und somit von Suchmaschinen dem eigenen Inhalt "gutgeschrieben" werden könnten. Allerdings ist dann bspw. die Aktualität der Preise zyklisch manuell zu prüfen.

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Weiterführende Literatur:

Amazon:
Symbol für 'Artikel im Web verfügbar'
Amazon.de Partnerprogramm: Geld verdienen mit Links,
http://partnernet.amazon.de/gp/associates/join/main.html, Stand 27.03.2007

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