Amazon Partnerprogramm
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Inhaltsübersicht:
- Integration externer Templates am Beispiel Amazon
- Quellcode-Analyse des Amazon-Template
- Vorschläge zur Validierung
Integration externer Templates am Beispiel Amazon
Das Amazon.de PartnerNet ermöglicht es, nach der Registrierung über ein Online-Anmeldeformular Amazon.de-Produkte auf der eigenen Website zu bewerben. Preise, Produktinformationen und Abbildungen kommen direkt vom Amazon-Server. Die im Online-Portal erstellten und speziell formatierten Verweise zu Amazon.de müssen nach erfolgreicher Konfiguration und Erstellung in die eigene Website integriert werden. Amazon.de erfasst dann alle Verkäufe, die über die Verweise generiert werden und vergütet diese mit bis zu 10% Werbekostenerstattung auf den Netto-Umsatz eines Quartals.
Über den Navigationspunkt "Linkgenerator" können verschiedene Template-Varianten erstellt werden: Einzeltitellinks (Verweise auf bestimmte Produkte), empfohlene Produktlinks (dynamisch aktualisierte Produktangebote mittels Stichwörtern oder Produktkategorien), Banner-Links (Werbung für bestimmte Aktionen), Text-Links (Verweise zu beliebigen Bestseller-Listen, Produkt- und Suchergebnisseiten) und Suchfeld-Links (Amazon-Suchfeld auf der eigenen Website).
Zur Veranschaulichung der Funktionalität Einzeltitellink wurde ein solcher für das Buch "Barrierefreies Webdesign. Attraktive Websites zugänglich gestalten" von Angie Radtke und Michael Charlier (Addison-Wesley Verlag, München, 1. Auflage 2006, ISBN 3827323797) erstellt (siehe nachfolgende Grafik) und auf Validität sowie barrierefreie Gestaltung untersucht.
Bildbeschreibung "Bildschirmfotos des Partnerprogramms, Stand 27.03.2007": Bildschirmfotos der Benutzeroberflächen.
Quellcode-Analyse des Amazon-Template
Der im Amazon.de PartnerNet generierte HTML-Code für den Einzeltitellink enthält einen Verweis auf eine individuell erstellte XHTML-Webseite (Beispiel in eigene Datei ausgelagert: Beispiel-Quelltext Einzeltitellink).
Probleme und Ursachen
Eine Analyse dieses XHTML-Dokumentes zeigt, dass der Quelltext nicht valide ist (siehe Validierung der Technologien). Probleme und deren Ursache sind:
- Fehlendes
<title>-Element Das
<title>-Element ist für ein valides Dokument zwingend erforderlich.- Fehlende Sprachidentifikation
Um sicherzustellen, dass Besucher die Webseiten in der bevorzugten Sprache erhalten, ist die Hauptsprache jedes Dokuments anzugeben, z.B.
<html lang="de">.- Unmaskiertes
& &ist in HTML ein reserviertes Zeichen, mit dem HTML-Zeichen wie z.B. beginnen. Das Zeichen&wird jedoch auch in Verweisen genutzt, um Parameter zu übergeben. In einem<a>-Element sollte&deshalb "maskiert" und als&geschrieben werden.- Unerwünschtes Öffnen neuer Fenster
Das Öffnen neuer Browser-Fenster (als Pop-Up bzw. über das
target-Attribut in Ankerelementen) ist zu vermeiden, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.<input>-Element nicht geschlossenIn XHTML müssen alle Elemente, auch sog. leere Elemente wie
<img>,<br>,<input>geschlossen werden.- Fehlendes
alt-Attribut Dem
<img>-Element fehlt das zwingend erforderlichealt-Attribut zur Bildbeschreibung.
Vorschläge zur Validierung
Zur Beseitigung der Mängel werden
&-Zeichen maskiert und als &
geschrieben. Das "leere" <input>-Element
mit dem Namen adid wird durch einen Schrägstrich
(<input [...] />) entsprechend den Regeln von
XHTML
geschlossen. Im Dokumentenkopf wird das <title>-Element
ergänzt. Dem <img>-Element wird ein
alt-Attribut mit gültigem Wert hinzugefügt.
Insgesamt sind dadurch 21 Korrekturen angefallen. Die Datei ist
nach diesen Korrekturen ein valides XHTML 1.0
Transitional-Dokument.
Der Dokumententyp transitional war jedoch ursprünglich
nur als Übergangslösung gedacht. Statt dessen sollte der
Dokumententyp strict verwendet werden
(siehe XHTML 1.0 Strict).
Resultierend aus der Dokumententypänderung ergeben sich
neue Anforderungen: das Festlegen der Hauptsprache
im <html>-Element über die Attribute
xml:lang="de" lang="de" und das
Entfernen von Attributen wie target="_blank",
die ein Verweisziel in einem neuen Browser-Fenster
öffnen. Verweise, die ein neues Fenster öffnen, können
bei Menschen mit geistigen oder visuellen Einschränkungen zu
Orientierungsproblemen führen. Aus Sicht der Barrierefreiheit sind
weitere Anpassungen erforderlich. Die erzeugten
Formatzuweisungen sind sowohl im Dokumentenkopf über das
<style>-Element als auch im Dokumentenkörper
in verschiedenen Elementen über das style-Attribut
hinterlegt. Bei automatisch generierten Inhalten können dadurch
Zugänglichkeit-Probleme
auftreten, wenn Style Sheets
abgeschaltet oder benutzerdefinierte Formatzuweisungen angewandt werden.
Manuell ist zu prüfen, ob bspw.
bei der Angabe einer Vordergrundfarbe auch eine entsprechende
Hintergrundfarbe hinterlegt wurde.
Wie die Analyse des Amazon-Einzeltitellinks
gezeigt hat, besteht bei den generierten
Template-Varianten
Verbesserungspotential. Empfehlenswert wäre
die Auslagerung der gesamten Formatzuweisungen zur Integration in
eine eigene CSS-Datei.
Diese würden bspw.
zusätzlich die Formatierung der Verweise in dem eigenen, der
CI
entsprechenden Aussehen ermöglichen. Auch die jetzige Lösung,
in der nur ein Frame-Container
als Quellcode zur Verfügung gestellt wird, entspricht
nicht den Kriterien der Barrierefreiheit (siehe
Frames
und Container). Die
vorgestellte XHTML-Datei,
die nur über den im <iframe>-Container
hinterlegten URL
aufgerufen werden kann, sollte statt dessen als <div>-Container
zur Integration in die eigene Website
zur Verfügung gestellt werden.
Momentan liegen sämtliche Informationen auf dem Amazon-Server. Das ermöglicht eine automatisierte und stetige Aktualisierung der Inhalte. Eine Umsetzung wie vorangehend beschrieben hätte den Vorteil, dass die Inhalte Bestandteil der eigenen Website wären und somit von Suchmaschinen dem eigenen Inhalt "gutgeschrieben" werden könnten. Allerdings ist dann bspw. die Aktualität der Preise zyklisch manuell zu prüfen.
Weiterführende Literatur:
- Amazon:

- Amazon.de Partnerprogramm: Geld verdienen mit Links,
http://partnernet.amazon.de/gp/associates/join/main.html, Stand 27.03.2007